Waschung des Verstorbenen (Ghusl)
Die rituelle Waschung ist die erste und für viele Angehörige bewegendste Handlung nach dem Tod.
Der Verstorbene wird in einem geschlossenen, ruhigen Raum gewaschen. Die Waschung übernehmen geschulte Personen desselben Geschlechts wie der Verstorbene; für verstorbene Frauen sind es Frauen, für verstorbene Männer Männer. Die Ausnahme bilden Ehepartner sowie Kinder, die nach überwiegender Auffassung von beiden Elternteilen gewaschen werden dürfen.
Der Körper bleibt während der gesamten Waschung bedeckt. Es wird ungerade oft gewaschen, üblicherweise drei-, fünf- oder siebenmal, häufig mit Zusatz von Kampfer im letzten Durchgang. Die Handlung geschieht schweigend und ohne Eile.
Angehörige können auf Wunsch anwesend sein oder selbst mitwirken. Viele empfinden das als letzten Dienst, den sie leisten dürfen. Wer das nicht möchte oder nicht kann, muss sich dafür nicht rechtfertigen; die Waschung wird dann vollständig von den geschulten Personen durchgeführt.
- Waschung durch Personen desselben Geschlechts
- Geschützter, abgetrennter Raum
- Angehörige können mitwirken oder anwesend sein
- Bei Märtyrern und in bestimmten Sonderfällen gelten abweichende Regelungen
Kafan – die islamische Einhüllung
Nach der Waschung wird der Verstorbene in schlichte weiße Tücher gehüllt.
Das Kafan besteht üblicherweise aus drei Tüchern für Männer und fünf für Frauen. Verwendet wird einfacher, ungefärbter Stoff – ohne Verzierung, ohne Kennzeichen von Herkunft oder Vermögen. In dieser Schlichtheit liegt eine der klarsten Aussagen der islamischen Bestattung: Vor Allah sind alle Menschen gleich.
Die Tücher werden mit Duftstoffen versehen und in einer festgelegten Reihenfolge um den Körper gelegt und locker gebunden. Das Kafan wird bereitgestellt und unmittelbar nach der Waschung angelegt.
- Ungefärbte, schlichte Tücher ohne Verzierung
- Drei Tücher für Männer, fünf für Frauen
- Kein Unterschied zwischen Arm und Reich
Janaza – das Totengebet
Das Janaza-Gebet ist die Fürbitte der Gemeinde für den Verstorbenen.
Ort und Zeitpunkt des Gebets werden mit der Moschee Ihrer Wahl abgestimmt, die Gemeinde wird informiert und der Verstorbene rechtzeitig dorthin gebracht. Auf Wunsch kann das Janaza-Gebet auch auf dem Friedhof verrichtet werden.
Wenn Sie keine feste Gemeinde haben, wird der Kontakt zu einer Moschee in Ihrer Nähe hergestellt.
- Abstimmung mit der Moscheegemeinde
- Alternativ Gebet auf dem Friedhof
- Vermittlung einer Moschee, falls keine Gemeinde besteht
Ausführlich zum Janaza-Gebet
Beisetzung
Die Erdbestattung auf einem muslimischen Grabfeld schließt den Abschied ab.
Die Beisetzung wird bei der Friedhofsverwaltung angemeldet und eine Grabstätte auf einem muslimischen Grabfeld beantragt. Der Verstorbene wird auf der rechten Seite liegend mit dem Gesicht in Richtung Mekka beigesetzt.
In Deutschland besteht in den meisten Bundesländern grundsätzlich Sargpflicht; mehrere Länder lassen inzwischen Ausnahmen für die Bestattung im Tuch zu, teilweise gebunden an die Friedhofssatzung vor Ort. Für den konkreten Friedhof wird geklärt, was möglich ist; das Ergebnis erhalten Sie klar und ohne Umschweife.
Eine Feuerbestattung kommt nach islamischem Verständnis nicht in Betracht.
- Grabstätte auf muslimischem Grabfeld
- Ausrichtung nach Mekka
- Prüfung der Sargpflicht und Friedhofssatzung vor Ort
- Grabpflege und ewiges Ruherecht auf Anfrage
Der vollständige Ablauf
Überführung Verstorbener
National und international – mit allen erforderlichen Papieren.
Viele Familien möchten ihre Verstorbenen im Herkunftsland beisetzen. Almanassik übernimmt die vollständige Abwicklung: Leichenpass, konsularische Freigabe, vorschriftsmäßiger Transportsarg, Luftfracht und die Übergabe an einen Partner im Zielland.
- Überführung innerhalb Deutschlands und Europas
- Weltweite Luftfrachtüberführung
- Leichenpass, Zoll- und Konsulatsformalitäten
- Abholung und Übergabe im Zielland
Alles zur Überführung
Organisation und Formalitäten
Der Papierweg gehört zu den Dingen, die Sie in diesen Tagen am wenigsten brauchen.
Der Sterbefall wird beim Standesamt beurkundet, die benötigten Sterbeurkunden werden beschafft, und die Korrespondenz mit Friedhofsverwaltung, Behörden, Konsulaten und Versicherungen läuft über Almanassik.
- Beurkundung beim Standesamt
- Beschaffung der Sterbeurkunden
- Anmeldung bei der Friedhofsverwaltung
- Abmeldung bei Renten- und Versicherungsträgern auf Wunsch
Begleitung der Angehörigen
Beratung, die zuhört, bevor sie erklärt.
Bei Albaki nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen – auch für die, die sich nicht so leicht stellen lassen. Wir erklären, was bei der Waschung geschieht, was beim Janaza-Gebet gesprochen wird und wie ein Grab auf einem deutschen Friedhof aussieht, bevor wir Ihre Anfrage weitergeben.
Zur Bestattungsvorsorge berät Sie Almanassik, damit Ihre Angehörigen später wissen, was Sie sich gewünscht haben.
- Aufnahme auf Deutsch und Arabisch, weitere Sprachen auf Anfrage
- Erläuterung des gesamten Ablaufs vorab
- Weitergabe Ihrer Anfrage ohne Umweg
- Bestattungsvorsorge über Almanassik